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    24.05.2017

    Smart Systems and Micromachine Summit 2017: Über zwanzig führende Mikrosystemtechnik-Regionen weltweit treffen sich in Barcelona

    • Vom 15. bis 17. Mai 2017 fand in Barcelona der 23. World Smart Systems and Micromachine Summit statt. Das Netzwerktreffen brachte in diesem Jahr 21 Delegationen aus den führenden Mikrosystemtechnik-Regionen der Welt zusammen, die sich neben aktuellen Highlights aus ihren Regionen vor allem dem Schwerpunktthema Smart Cities widmeten.

      microTEC Südwest nahm als Mitglied der deutschen Delegation unter der Leitung von Prof. Thomas Otto vom Fraunhofer ENAS in Chemnitz teil. Weitere Delegationsmitglieder waren Markus Sonnemann/Robert Bosch GmbH, Torsten Thieme/memsfab GmbH, Thomas Dietrich/IVAM, Uwe Kleinkes/HS Hamm-Lippstadt.

      Von unseren Nachbarn in den Benelux-Ländern berichtete Albert van den Berg von der University in Twente, NL, unter anderem, dass in den Niederlanden rund 20-30 Mikro-Nano-Unternehmen jährlich gegründet werden. Laut einer aktuellen Erhebung sind von den Start-ups vor 2007 in 2016 noch rund drei Viertel aktiv. Die weltweit in der Halbleiterindustrie bekannte Firma ASML entwickelt sich in den letzten Jahren nach diesen Ausführungen zum Hersteller von Medizintechnik-Geräten u.a. für Kliniken. Für das kurz vor der Bewilligung stehende BMBF-Projekt 3D-Bio-Net in microTEC Südwest hat auch die niederländische Initiative zu Organ-on-Chip Bedeutung.

      In Kanada, so der kanadische Delegationsleiter Dan Gale von CMS Microsystems, liegt der technische Fokus derzeit auf Fahrerassistenzsystemen, künstlicher Intelligenz sowie Quantum Technologien sowie Photonik.

      China wurde von Xinxin Li/Shanghai Institute of Microsystem and Information Technology, Chinese Academy of Sciences beschrieben als “Fabrik der Welt” ohne starke IDM (Integrated Device Manufacturer) Unternehmen, aber mit IC-Foundry-Kapazität im Überfluss. In Kombination mit der inzwischen etablierten Kompetenz in MEMS-Design werden die IC-Foundries dazu beitragen, China als „virtuellen IDM“ zu etablieren. Exemplarisch führte Xinxin Li aus, wie minimalinvasive Chirurgie auf Standard IC-Prozesse erfolgreich übertragen wurden. Darüber hinaus stellte er das Konzept eines Sensorwürfels vor, der den Sensorchip ersetzen soll.

      Für die Akteure in Baden-Württemberg könnte die vom KIT koordinierte Initiative „DNMF-net: Danube Nano Micro Facility Network“ sein, die die Donau-Delegation präsentierte. Das ITE in Polen verfügt über langjährige Erfahrungen mit Siliziumtechnologien für „More than Moore“ und ist offen für Kooperationen mit deutschen Unternehmen.

      Für die europäische Delegation stellte Henri Rajbenbach die Calls im Entwurfsstadium (in Verhandlung mit den Mitgliedsstaaten) vor zu folgenden Themen: 1. Technological breakthroughs (miniaturization, functionalities, power consumption, autonomy, reliability, secure operation) / TRL4, 2. Bioelectronic smart systems (prototypes validated in relevant environments) / TRL5, 3. EC-Japan Call: advanced technologies context smart cities + 5G and beyond sowie 4. EC-Korea Call: cloud, IoT, AI + 5G.

      Von der iberischen Halbinsel berichtete Gastgeber Carles Cane von IMB-CNM-CSIC/Centro Nacional de Microeletrónica von drei Instituten (ISOM, NTC, IMB-CNM), die als Micro-Nano-Fabs ihre Reinräume zugänglich machen.

      Wo Deutschland noch bei 4.0 ist, startet Japan bereits eine Initiative 5.0, und zwar “Society 5.0 Service Platform“, die neue Fertigungssysteme, neue Geschäftsmodelle und Services, aber auch intelligente Produktionssysteme mit adressiert.

      In Korea wurden 10 neue Forschungszentren initiiert, um bahnbrechende Technologien für die zukünftige Industrie sicherzustellen. Im Bereich Mikrosystemtechnik ist vor allem das Center for Integrated Smart Sensors (www.ciss.re.kr) von Bedeutung. Weitere Zukunftsfelder wie „self driving car motorway“ (2016-2022) sind auf den Weg gebracht. Ein Umdenken findet derzeit dort statt: Von der Infrastruktur hin zu Dienstleistungen.

      Als Stärke Norwegens betonte Per Ohlckers von der nordischen Delegation die Innovationsfähigkeit des Landes. Mit Bedauern nimmt er umfassende Investitionen aus dem Ausland zur Kenntnis, die oft zum Abbau der Produktion führen, da die Fertigung in Norwegen aufgrund hoher Personalkosten zu teuer wird.

      Singapore positioniert sich, so der Delegationsleiter Jianmin Miao/Nanyang Technological University, mit internationalen Firmen wie STM oder dem Global Foundries Institute of Microelectronics und den eigenen Hochschulen als “Smart Nation” für “networked Internet of Things”. Umfassende Investitionen werden vorgenommen in den Bereichen „Advanced manufacturing and engineering” ($ 3,3 Milliarden) sowie “Health and biomedical” ($4 Milliarden).

      In der Schweiz wurden mehrere Initiativen gestartet, um Bewusstsein für die digitale Transformation zu schaffen.

      Bei Interesse an anderen Länderberichten können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle von microTEC Südwest wenden.

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