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    25.10.2018

    CorTec ist auf dem Weg zum MRT-tauglichen Implantat

    Das Brain-Interchange-System®
    Das Brain-Interchange-System® CorTec GmbH
    • Mit der zunehmenden Verbreitung von aktiven Implantaten wachsen die Anforderungen an ihre MRT-Verträglichkeit beständig. Im neuen Förderprojekt MR-Implant entwickelt CorTec zusammen mit der Universität Ulm, dem Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik und der eesy-ic GmbH neue Lösungen, um Neuroimplantate MRT-kompatibel zu machen.

      Immer mehr Patienten erhalten aktive Implantate wie Herzschrittmacher, Neurostimulatoren, Medikamentenpumpen etc., während für immer mehr Indikationen MRT-Untersuchungen zum üblichen Diagnose-Verfahren werden. Gleichzeitig sind die meisten aktiven Implantate nicht oder nur bedingt MRT-tauglich.

      Mit der Smart Health Initiative stellt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der Herausforderung, Innovationen im Bereich der Medizintechnik zu fördern, die zukünftigen Anforderungen von Patienten und medizinischen Versorgungssystemen gerecht werden. Das Förderprogramm unterstützt das MR-Implant Konsortium bis 2021 darin, neue Lösungen für die MRT-Kompatibilität von aktiven Implantaten zu entwickeln.

      Ziel des von CorTec koordinierten Projekts ist es, aktive Implantat-Systeme zu entwickeln, die in der Lage sind Daten in Hochgeschwindigkeit auszutauschen, neuronale Aktivitäten sowohl aufzunehmen als auch zu stimulieren und währenddessen gleichzeitig störungsfreie MRT-Untersuchungen zuzulassen. Die Messdaten des Implantats können dadurch mit den Untersuchungsergebnissen aus dem MRT verglichen werden. Dies soll eine genauere Kalibrierung des Implantat-Systems ermöglichen und somit eine verbesserte Therapie, die sich am individuellen Bedarf des Patienten ausrichtet.

      „Die Möglichkeit, eine MRT-Untersuchung durchzuführen, während das Implantat in Betrieb ist, bringt große Vorteile für die klinische Praxis“, sagt Prof. Dr. Ulf Ziemann, Ärztlicher Direktor Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen und Neuroonkologie am Universitätsklinikum Tübingen und Mitglied des Wissenschaftlich-technischen Beirats von CorTec. „Elektrische Hirnsignale räumlich lokalisieren zu können, ermöglicht es, die Platzierung des Implantats mit der individuellen Anatomie des Patienten abzugleichen. Auf Basis dieser Daten lassen sich die Koordinaten für Messung und Stimulation zielgenau festlegen, so dass eine patientenindividuelle Therapie möglich wird.“

      Die Ergebnisse des Entwicklungsprojekts werden anschließend in die Brain Interchange Technologie von CorTec integriert. Das Closed-Loop Implantat-System kann Hirnaktivität im Langzeiteinsatz messen und stimulieren. Damit ermöglicht es die Kommunikation zwischen Nervensystem und Künstlicher Intelligenz – Ausgangspunkt für die Entwicklung innovativer personalisierter Therapien.

      Weitere Informationen:

      MR-Implant Projekt

      Brain Interchange System von CorTec

    Medien

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      Amandus Bieber
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