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    • News

       

    19.09.2019

    Mitgliederinterviews – Herr Dr. Kai Keller (Notion Systems)

    • microTEC Südwest: Guten Tag, Herr Dr. Keller, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor.

      Dr. Keller: Ich arbeite im Bereich Business Development bei der Notion Systems GmbH in Schwetzingen.

      microTEC Südwest: Wie sind Sie erstmalig mit microTEC Südwest in Berührung gekommen?

      Dr. Keller: Bei microTEC Südwest bin ich seit 2013 aktiv und begleite seitdem auch die Fachgruppe Drucktechnologien. Nach meinem Wechsel zu Notion Systems wurde folgerichtig auch die Notion Systems GmbH 2015 Mitglied bei microTEC Südwest.

      microTEC  Südwest: Wie sind Sie erstmalig mit microTEC Südwest in Berührung gekommen?

      Dr. Keller: Im Rahmen geförderter Entwicklungsprojekte hatten wir bereits Kontakt zu microTEC-Mitgliedern (Hahn-Schickard, IMS Chips, Bosch). Ich erhielt dann eine Einladung zum Cluster-Strategie-Workshop, „Clusterroadmap microTEC Südwest 2020+“ am KIT. Dort hat sich eine Interessensgruppe rund um das Thema Drucktechnologien und additive Fertigungsverfahren gefunden, was letztlich zur Gründung der Fachgruppe geführt hat.

      microTEC Südwest: Könnten Sie nun bitte auch Ihr Unternehmen vorstellen? Was machen Sie, wer sind Ihre Kunden?

      Dr. Keller: Die Notion Systems GmbH entwickelt Inkjet-Plattformen und Prozesse für die additive Produktion.

      Wir ersetzen dabei etablierte subtraktive durch unsere digitalen, additiven Produktionsprozesse oder ermöglichen ganz neue Fertigungsverfahren in den verschiedensten Industriezweigen.

      Die Notion Systems GmbH wurde 2012 von einem Team aus vier erfahrenen Technologen gegründet, das bereits über Jahre Maschinen für die Mikrobearbeitung (Laser und Inkjet) konzipiert, entwickelt und gebaut hat. Gründungsgedanke der Notion Systems GmbH war die Ausschöpfung des vollen Potenzials des Digitaldrucks für die industrielle Fertigung und die Mitgestaltung einer Zukunft, in der ressourcenschonende, additive Produktionsprozesse immer mehr an Relevanz gewinnen.
      Seit unserer Gründung unterstützen wir unsere Kunden aus den Bereichen Leiterplatte, Halbleiter, Display und gedruckte Elektronik bei der Umsetzung und Einführung ihrer neuen, digitalen Produktionsprozesse. Unsere n.jet Plattformen kommen dabei im Bereich 3D Druck optischer Komponenten (z.B. Linsen), dem Inkjetdruck der Lötstoppmaske, der Fertigung von Gassensoren oder auch der Herstellung von OLED und QLED Displays zum Einsatz.

      microTEC Südwest: Das hört sich alles sehr interessant an. Welche Aktivitäten im microTEC Südwest-Netzwerk sind für Sie besonders wertvoll und warum?

      Dr. Keller: Der Austausch und die Vernetzung mit den Entwicklungsabteilungen, Instituten und Universitäten sind für uns von großer Bedeutung. Zum einen kann man sich in der Fachgruppe Drucktechnologien offen über die Herausforderungen der Industriepartner bei der Einführung additiver Fertigungsverfahren austauschen, zum anderen erfährt man von den Forschungseinrichtungen auch viel über neue Entwicklungen im Bereich Material und additiver Produktionsverfahren.

      microTEC Südwest: Welche Bedeutung messen Sie unseren Fachgruppen zu?

      Dr. Keller: Eine sehr große Bedeutung messe ich für unser Unternehmen vor allem den „Querschnitts-Fachgruppen“ Drucktechnologien und Oberflächen zu. Hier findet man Experten zu nahezu allen für uns interessanten Technologiebereichen und vor allem ein offenes Ohr für unbeantwortete Fragen. Kooperationspartner und neue Interessenten für unsere Technologie haben wir auch schon aus dem Kreis der Fachgruppenmitglieder gewonnen.

      microTEC Südwest: Was würden Sie sich noch wünschen von microTEC Südwest?

      Dr. Keller: Ich glaube, dass microTEC Südwest seine in meinen Augen wichtigste Aufgabe als Firmennetzwerk, nämlich eine (physische) Plattform für alle an einem bestimmten Thema interessierten Unternehmen zu bieten, sehr gut erfüllt.

      Wenn ich an dieser Stelle einen Wunsch äußern darf, dann wäre das eine größere Präsenz des microTEC Südwest-Cluster Im Bereich der professionellen sozialen Netzwerke, wie Xing oder LinkedIn. In unseren Augen werden diese digitalen Netzwerke auch im Bereich der Vernetzung zwischen Firmen immer relevanter. Ich fände es schade, wenn das sehr gut funktionierende, physische microTEC Südwest-Netzwerk in der digitalen Welt unterrepräsentiert wäre. Letztlich ist das auch eine Möglichkeit, um mehr Sichtbarkeit für die eigenen Aktivitäten und Services zu erreichen.

      Als kleine Firma im Bereich der additiven Produktion, wünschen wir uns natürlich immer eine noch größere Sichtbarkeit der Fachgruppen- und Cluster-Kompetenzen über die Mikrosystemtechnik hinaus. Ich gebe aber gerne zu, dass man dies von einem MST-Cluster nur in begrenztem Maße verlangen kann.

      microTEC Südwest: Nun noch ein paar Fragen zu Ihnen als Person. Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet/Ihrem Aufgabenspektrum  bei der Notion-Systems GmbH?

      Dr. Keller: Mich fasziniert das breite Anwendungsspektrum der digitalen, additiven Fertigungsverfahren und das Arbeiten in einem flexiblen Team, das immer offen für Neues ist. Es tun sich immer neue Anwendungsfelder auf, die gemeinsam mit Partnern und Kunden etabliert und weiterentwickelt werden. Das ermöglicht mir den direkten und partnerschaftlichen Kontakt zu Experten aus den verschiedensten Branchen und das gemeinsame Arbeiten an einer Lösung, die es in dieser Form zuvor noch nicht gab.

      Eine zusätzliche Motivation erwächst für mich aus einem weiteren Aspekt. Oft werden durch unsere Anlagen mehrstufige, ressourcenintensive, aber über lange Zeit bewährte Fertigungsverfahren oder Produktionsprozesse abgelöst. Wir tragen damit als Firma auch zu einem schonenderen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen und zu einer effizienteren industriellen Produktion bei.

      microTEC Südwest: Wo in Schwetzingen halten Sie sich am liebsten auf?

      Dr. Keller: Auch wenn ich selbst zu selten dazu komme, kann ich jedem Besucher einen Spaziergang in dem schönen und weitläufigen Schwetzinger Schlosspark nur empfehlen. Gerade in der Spargelzeit empfiehlt sich davor oder danach auch noch ein Besuch der zahlreichen alteingesessenen Restaurants auf dem Schloßplatz vor dem Eingang zur Schlossanlage.

      microTEC Südwest: Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick in die Zukunft wagen. Was denken Sie, wird sich, sagen wir in 50 Jahren, bemerkenswert geändert haben? Haben Sie einen Vision?

      Dr. Keller: Das ist ein sehr langer Zeitraum für den selbst kühne Zukunftsforscher nur vage Aussagen treffen können.

      Wenn ich trotzdem eine Prognose wagen darf, so denke ich, dass additive, digitale Fertigungsprozesse einen festen Platz in der industriellen Produktion haben werden, und dass man unter Digitalisierung nicht mehr nur die Vernetzung von Produktionsschritten und Maschinen, sondern auch die Individualisierbarkeit der Verfahren und Prozessschritte selbst versteht.

      Über einen langen Zeitraum werden hybride Verfahren zwischen etablierten und digitalen additiven Technologien immer mehr an Relevanz gewinnen. Der Anteil an Digitalisierung (im zuvor beschriebenen Sinne) in der Produktion wird sich dort einpendeln, wo sich die größte Ressourceneffizienz ergibt. In der Ressourcenschonung treffen und überdecken sich wirtschaftliche, wie umweltpolitische Interessen. Die Notwendigkeit einer ressourcen-schonenden, wenn nicht sogar ressourcenneutralen Produktion wird in den nächsten 50 Jahren sicher nicht kleiner werden.

      microTEC Südwest: Welche Zukunftsthemen werden in diesem Jahr Ihrer Meinung nach besonderes Gewicht haben?

      Dr. Keller: Die großen gesellschaftlichen Aufgaben erhalten nicht zuletzt auch durch einen immer augenscheinlicher zutage tretenden Klimawandel und die Umweltverschmutzung immer mehr Aufmerksamkeit. Sodass sich jedes innovative Unternehmen fragen muss, wo es seinen Kunden Angebote zu einem effizienteren Umgang mit Ressourcen machen kann. Letztlich ist hier natürlich auch die Politik gefragt, den richtigen Rahmen zu setzen. Ich habe den Eindruck, dass hier gerade ein Umdenken über Parteigrenzen hinweg stattfindet.

      microTEC Südwest: Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

      Dr. Keller: Die großen gesellschaftlichen Aufgaben werden nicht durch Verzicht oder Verbote, sondern nur durch Innovation gelöst. Deshalb: Seid innovativ – mit einem Blick für die wirklich relevanten Fragen.

      microTEC Südwest: Herzlichen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben, um unserer Fragen zu beantworten. Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und viel Erfolg.

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