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    • News

       

    28.11.2019

    „Leuchtende“ Gesichter beim Mikrosystemtechnik-Kongress

    • Bereits zum wiederholten Male organisierte microTEC Südwest für Mitglieder einen Gemeinschaftsstand in der kongressbegleitenden Ausstellung des Mikrosystemtechnik-Kongresses. In diesem Jahr stellten Polytec, NMI, Hahn-Schickard und die Hochschule Furtwangen vom 28.-30. Oktober 2019 in Berlin aus. Der Stand und die Aussteller erstrahlten auf besondere Weise, denn erstmals wurde der Stand durch individuell bedruckte Leuchtwände hoch attraktiv in Szene gesetzt und zog so zahlreiche Fachbesucher an.

      Darüber hinaus beteiligten sich zahlreiche Mitglieder sowie microTEC Südwest mit Vorträgen oder Postern am Expertenaustausch. Baden-Württemberg war auch in diesem Jahr Spitzenreiter bei den Einreichungen.

      Zum achten Kongress fanden sich über 700 Experten aus Deutschland und Europa ein, um über aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen der Mikrosystemtechnik zu diskutieren. Der Kongress bot an drei Tagen ein breites Angebot an Keynotes, Vorträgen, Workshops und eine Ausstellung. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus der Forschung und Entwicklung, der Industrie sowie der Politik. Vertreter mittelständischer Unternehmen stellten eine besonders große Besuchergruppe dar.

      Mehr Relevanz für die Mikrosystemtechnik

      In seiner Eröffnungsrede zum MikroSystemTechnik Kongress 2019 ging VDE-Präsident Dr. Gunther Kegel auf die große Bedeutung der Mikrosystemtechnik ein. Schon jetzt sei die Abhängigkeit groß. Das zeige sich zum Beispiel in unserem Umgang mit Smartphone und Co., ohne die wir uns ein Leben kaum vorstellen können. Gefährlich sei es allerdings, so Kegel, wenn Technologie zu selbstverständlich wird und wir uns nicht mehr mit ihrer Bedeutung auseinandersetzen. „Wir wollen der Mikrosystemtechnik mehr Relevanz geben“, erklärte Kegel. KI, 5G und Smart Cities sind dabei nur einige der aktuellen und zukünftigen Einsatzgebiete.

      Auch wirtschaftlich habe die Mikrosystemtechnik eine gewaltige Bedeutung. Allerdings sei ein Rückgang in den letzten Jahren sichtbar. Der Anteil Deutschlands in der Branche sinke. In Deutschland sei ein sehr großes Know-how vorhanden. In Zukunft gelinge der Erfolg aber nur durch die Kooperation mit anderen europäischen Ländern. Kegel fordert die Entwicklung einer europäischen Mikrosystemtechnik-Industrie. Wir dürfen nicht den USA, China und Russland das Feld überlassen. Als ein wichtiges Thema nannte Kegel Cybersecurity. Im Zuge immer häufiger vorkommender Cyber-Attacken und steigender Cyber-Kriminalität müsse die digitale Souveränität Europas und der Datenschutz sichergestellt sein.

      Zum Abschluss betonte Kegel noch einmal, wie wichtig die Mikrosystemtechnik für Deutschland sei. Von der Politik erwarte er eine noch bessere Unterstützung und mehr Investition. Außerdem sprach er sich für eine bessere Förderung von Start-ups aus, denn hier entständen die so wichtigen neuen Ideen für die Zukunft.

      Dr. Michael Meister, der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, stellte die Digitalisierung in den Mittelpunkt seiner Rede zur Eröffnung des MikroSystemTechnik Kongresses. Er erklärte, dass die steigende Vernetzung und immer größer werdende Funktionalität zu neuen Entwicklungen führen, die oft die Software betreffen. Meister betonte aber: „Grundlage für Digitalisierung ist und bleibt die Hardware.“ Die Mikrosystemtechnik spiele daher eine entscheidende Rolle.

      Peter Krause von der First Sensor AG sprach in seiner Keynote über „Sensing Innovations – wie wir mit Sensoren die Zukunft gestalten“. Für die Sensorindustrie sieht er viele Wachstumsmöglichkeiten, die durch neue vernetzte Technologien entstehen. Diese eröffnen neue Geschäftsfelder und ermöglichen neue Businessmodelle. Krause warnte aber auch: „Wir müssen die Megatrends im Auge behalten.“ Als Beispiele nannte er Smart Factory, Smart Health, ADAS (Fahrerassistenzsysteme) und Green Mobility. Sensoren seien dabei die Key-Player. Ohne sie sei die Digitalisierung nicht möglich.

      Den Abschluss des Eröffnungsabends bildete die Preisverleihung des Schülerwettbewerbs Invent a Chip. Der erste Preis ging in diesem Jahr an Finn Liebner vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten mit seinem Projekt "Datenreiches Licht" bei dem er ein chipgesteuertes optisches Datenübertragungssystem für die Übermittlung von ASCII-Zeichen entwickelte. Aufgrund der räumlichen Clusterzugehörigkeit lud microTEC Südwest Finn Liebner ein, sich aktiv in die Clusterkonferenz einzubringen.

      Quantensensorik – Hype oder schon Realität?

      Prof. Maletinsky von der Universität Basel hielt einen hervorragenden Plenarvortrag über Quantensensorik. Besonders für die Mikrotechnik sei diese von großem Vorteil, da klassische Physik dort nicht anwendbar sei. Maletinsky sprach von einer zweiten Quantenrevolution, in der wir uns zurzeit befinden. Neue Technologien bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel im Bereich des Quantum Computings oder in der Sensorik.

      Die Quantensensorik steht im Mittelpunkt von Maletinskys Arbeit. Er befasst sich mit Quantentechnologie, die auf den Spins in Diamanten basiert. Diamanten besitzen sehr nützliche Eigenschaften, die der Forscher für sich nutzt. Besonders die Defekte in den Diamanten seien interessant für die Entwicklung von Quantum-Sensoren. Zudem lassen sich zum Beispiel Magnete so dünn wie ein Atom herstellen. Insgesamt biete die Forschung in diesem Bereich sehr großes Potenzial.

      Ausblick zum MST-Kongress 2021

      Der nächste Mikrosystemtechnik-Kongress wird bereits zum dritten Mal in Baden-Württemberg durchgeführt. Als Chair in Stuttgart fungiert Prof. Joachim Burghartz vom IMS CHIPS. Wie auch in 2015 in Karlsruhe möchten wir die deutschsprachige Mikrosystemtechnik-Community auch 2021 mit einem starken Auftritt der Mitglieder – sowohl im Programm als auch in der Ausstellung – beeindrucken. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber voraussichtlicht Anfang November angesetzt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

      Quelle: VDE, mit Ergänzungen von microTEC Südwest.

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