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    10.01.2020

    IoT Solutions World Congress in Barcelona: Resümee

    IoT Solutions World Congress in Barcelona
    IoT Solutions World Congress in Barcelona microTEC Südwest e.V.
    • Anwendung von IoT-Lösungen in Ausstellung und Konferenz, Oktober 2019


      Ca. 18.000 Teilnehmer besuchten den 5. IoT Solutions World Congress in Barcelona, um 350 Aussteller und 300 Referenten zu treffen. Übergreifendes Thema waren digitale Technologien, welche digitale Industrien verändern. Die Veranstaltung stellt Anbieter von IoT-Technologien in den Fokus. Sie ist aufgeteilt in einen Konferenzteil sowie den Ausstellungsbereich, der insbesondere auch einen Testbed-Bereich sowie eine KI-Demozone umfasst.

      Künstliche Intelligenz

      Im Themenstrang Künstliche Intelligenz wurden vor allen Dingen Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle diskutiert. Zu den Beispielen gehört die Metro Madrid, bei der durch maschinelles Lernen 20% des Stroms für das Ventilationssystem eingespart werden konnte (Pablo F. Hidalgo, Accenture Digital). Bei der Rezeptentwicklung für die Bitumenherstellung sagen Algorithmen die einzelnen Rezeptkomponenten und deren Anteile so vorher, dass signifikante Einsparungen entstehen. Der Kunde zahlt dann nur für die Einsparungen im Rahmen eines „success fee contract“ (Alexander Smolenskiy, Kirill Ershov, Zyfra).

      Implementierung von IoT

      Im Rahmen einer Podiumsdiskussion (Wipro Limited, Siemens Industry Software, Besix, Romware) wurde diskutiert, welche Hürden bestehen, IoT-Technologien wie Echtzeit-Monitoring oder Tracking in der Produktion umzusetzen. Insbesondere die Akzeptanz bei den Arbeitern war hier Thema. Wenn es um Anwendungen geht, die die Sicherheit erhöhen, sei die Akzeptanz recht hoch. Ein großes Problem sind Fehlalarme, die dazu führen, dass eine Technologie nicht angewandt wird. Empfohlen werden Plug-and-play-Lösungen mit intuitivem, nutzerfreundlichem Interface sowie ein frühzeitiges Einbeziehen der Arbeiter und umfangreiche Informationen darüber, welche Daten aufgezeichnet werden, wie sie genutzt werden und welchen Mehrwert sie bieten.

      Blockchain & Datenschutz

      Neben vielen technologischen Aspekten von Blockchain wurden auch Herausforderungen diskutiert, die durch die neue Datenschutzgrundverordnung der EU (DSGVO) für die Anwendung von Blockchain-Technologien entstehen (Jan-Jan Lowijs, Bart Witteman, Deloitte). Nicht nur in Europa, sondern auch global wird der Schutz personenbezogener Daten immer wichtiger. Im Zusammenhang mit Blockchain taucht folgendes Problem auf: Wer ist verantwortlich und wer kann adressiert werden, im Falle, dass etwas schief geht? Dadurch, dass Blockchain-Umgebungen verteilte Systeme mit einer Vielzahl an Partnern sind, ist die Frage der Verantwortung nicht einfach zu beantworten. Laut Gesetzgeber kann jeder adressiert werden, der in eine Blockchain-Umgebung eingebunden ist. Herausforderungen entstehen bei folgenden Aspekten der DSGVO: Daten dürfen nicht zur Einzelperson rückführbar sein, was z.B. bei Finanz-Transaktionen schwierig ist, da diese nicht anonymisiert werden können. Auch das Recht auf Löschung ist in einer Blockchain schwierig, da Daten bereits in der Blockchain-Umgebung veröffentlicht wurden. Außerdem ist es nicht erlaubt, dass Maschinen auf Basis persönlicher Daten Entscheidungen treffen, z.B. im Rahmen von Smart Contracts, bei der Maschinen selbständig Nachschub bestellen. Hier muss es eine Person geben, die die Entscheidung freigibt.

      Patente & Standards

      Die Umsetzung von IoT-Technologien erfordert einen neuen Blick auf Patente und Standards. Die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion (ACT, AirTies Wireless Networks, Iplytics, SAP) zu diesem Thema diskutierten insbesondere die standardessentiellen Patente (SEP). Wenn Standards innovative und hochwertige Technologien aufnehmen, um den Standard erfolgreich zu machen, müssen häufig patentgeschützte Technologien in den Standard integriert werden. Wenn solch eine patentgeschützte Technologie essentiell ist für die Anwendung des Standards, kann dies zu Konflikten zwischen den Inhabern der SEP und den Anwendern des Standards kommen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben weder die Budgets noch die Juristen, eine Patentverletzung zu verhindern. Allein schon einen Überblick über die relevanten SEP zu bekommen, ist eine Herausforderung. Oft ist Unternehmen gar nicht bewusst, dass sie nicht ohne Verletzung von SEP arbeiten, müssen dies aber gegenüber ihren Kunden häufig garantieren. Da gerade im IoT-Bereich die Anzahl der Patente exponentiell steigt, bauen sogenannte Patent Assertion Entities auf ein neues Geschäftsmodell, erwerben verletzte Patente und ziehen daraus Gewinn. Besonders häufig erfolgen Patentverletzungen bei Sensoren, bei Konnektivitäts-Standards wie 5G, RFID oder Bluetooth, aber auch im Bereich Smart Factory. Vor allen Dingen für kleine und mittelständische Unternehmen ist es wichtig, eine Strategie zu haben, für den Fall, dass ein Patent-Problem auftritt.

      Fazit

      Der Konferenzteil wurde dominiert von Beratungsunternehmen wie Accenture und Deloitte sowie von US-amerikanischen Referenten. Im Ausstellungsbereich war ein Vielzahl europäischer KMU repräsentiert, außerdem Netzwerk-Anbieter wie Vodafone und T-Systems, Anbieter von IoT-Plattformen wie Siemens und Microsoft, Software-Anbieter (z.B. Blockchain-basierte Technologien; Security-Lösungen,…) und Standardisierungs-Organisationen.

      Viele IoT-Anwendungen finden heute in Silos statt und sind nicht miteinander vernetzt. Die Vernetzung der Anwendungen, das miteinander interoperieren sowie die Konnektivität der Geräte sind die Ziele für die kommenden Jahre.

      Während der Veranstaltung wurde immer wieder betont, dass der Mensch im Zentrum von IoT stehen muss und dass insbesondere die Frage, wie Technologien dem Menschen dienen können, relevant ist. Ethik, Rechtslage, soziale Inklusion und Akzeptanz der Technologien müssen mitbetrachtet werden!

      Die Teilnahme von microTEC Südwest am IoT Solutions World Congress wurde ermöglicht durch die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

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