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    16.04.2020

    Land fördert Entwicklung eines Corona-Schnelltests UPDATE

    Professor Erik Schweickert MdL (ganz rechts) machte sich bei Hahn-Schickard selbst ein Bild vom Testsystem, das nun für den Corona-Nachweis weiterentwickelt wird. Dr. Daniel Mark von Spindiag (li.) und Hahn-Schickard-Institutsleiter Professor Roland Zengerle führten das System vor.
    Professor Erik Schweickert MdL (ganz rechts) machte sich bei Hahn-Schickard selbst ein Bild vom Testsystem, das nun für den Corona-Nachweis weiterentwickelt wird. Dr. Daniel Mark von Spindiag (li.) und Hahn-Schickard-Institutsleiter Professor Roland Zengerle führten das System vor. Hahn Schickard
    • UPDATE vom 16.04.2020

      Wirtschaftsministerin informiert sich über Entwicklung von Corona-Schnelltests in Freiburg

      Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Entwicklung der Tests zum Vor-Ort-Nachweis des Virus mit sechs Millionen Euro.

      Bei der Spindiag GmbH in Freiburg wurde Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (16. April) das mobile Testgerät, die Probennahme sowie die Durchführung eines beispielhaften Tests vorgeführt. Außerdem besichtigte die Ministerin die Fertigungslinie für die Herstellung der Testkartuschen bei Hahn-Schickard. "Besonders die einfache und sichere Testdurchführung bringt uns bei der Eindämmung der Virus-Ausbreitung einen großen Schritt voran“, so die Ministerin. Bereits nach 30 bis 40 Minuten soll ein Ergebnis vorliegen. Das Wattestäbchen mit dem genommenen Abstrich wird ohne weitere Bearbeitung direkt in die Testkartusche eingeführt, so dass das Kontaminations- und Infektionsrisiko für das medizinische Personal minimiert werden kann.

      Prof. Dr. Roland Zengerle, Leiter des Hahn-Schickard-Instituts für Mikroanalysesysteme in Freiburg: „Das ist für uns ein großer Moment, in dem sich die langjährige Grundlagenforschung an der Uni Freiburg und die angewandte Forschung bei Hahn-Schickard bewähren. In den nächsten Monaten werden wir alle Kräfte mobilisieren und auf die Entwicklung der Coronatests hin bündeln, um unsere Ausgründung Spindiag bei den letzten Metern auf dieser langen Reise bestmöglich zu unterstützen. Wir brennen alle darauf, die Tests bald im realen Einsatz zu sehen.“


       

      Meldung vom 08.04.2020

      Hahn-Schickard und die Spindiag GmbH aus Freiburg erhalten 6 Mio. Euro, um einen PCR-basierten Corona-Schnelltest auf ihrer Diagnostik-Plattform zu etablieren. Das System soll spätestens im Sommer 2020 auf den Markt kommen.

      Einfache Bedienung, schnelle und zuverlässige Ergebnisse – direkt dort, wo sie benötigt werden: das können sogenannte Vor-Ort-Testsysteme leisten, im Einsatz in der Arztpraxis, im Krankenhaus, in Alten- und Pflegeheimen, in Abstrichzentren oder überall dort, wo ein Testergebnis binnen kürzester Zeit gebraucht wird.

      Das Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme in Freiburg erhält nun gemeinsam mit der Freiburger Spindiag GmbH eine Förderung in Höhe von 6 Millionen Euro aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau für ein solches Testsystem. Damit reagieren der Forschungs- und Entwicklungsdienstleister Hahn-Schickard und das 2016 daraus hervorgegangene Medizintechnik Spin-off Spindiag auf den aktuellen Engpass in der Versorgung mit Schnelltests.

      Das System beruht auf einem zuvor gemeinsam entwickelten Vor-Ort-Testsystem für den Nachweis multiresistenter Bakterien. Für den Test werden lediglich ein Tupfer für die Probennahme, eine Einweg-Testkartusche und ein handliches, mobiles Analysegerät benötigt. Das Testverfahren basiert auf der sogenannten „Polymerase Chain Reaction“ (PCR), die als Goldstandard der Infektionsdiagnostik gilt. Ob eine Person mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert ist oder nicht, lässt sich damit innerhalb von 30-40 Minuten bestimmen. Das System zeichnet sich vor allem durch die einfache und sichere Testdurchführung aus. Der Tupfer, mit dem der Nasen- oder Rachenabstrich vorgenommen wird, wird direkt in die Kartusche eingeführt. Es ist keine weitere Arbeit mit der Patientenprobe notwendig, so dass das Kontaminations- und Infektionsrisiko für das Personal minimiert wird.

      Der Wirtschaftsausschuss des Landtags Baden-Württemberg wurde heute aufgrund der Dringlichkeit der Bewilligung dieser Förderung extra zu einer Online-Sondersitzung einberufen, angeblich das erste Mal in seiner Geschichte. Vorab informierte sich der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert MdL, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtags, heute Morgen selbst vor Ort bei Hahn-Schickard. Spindiag-Geschäftsführer Dr. Daniel Mark und Hahn-Schickard-Institutsleiter Prof. Dr. Roland Zengerle führten das Gerät vor.

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