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    26.09.2025

    Robin Hood in Ulm: Rückblick auf den SuSI Summit 2025

    • SuSI Summit Collage

      Ein voller Erfolg mit gelebter Gemeinschaft, aktivem Austausch und neuen Impulsen für die Chiptainability.

      Beim ersten SuSI Summit am 23. September 2025 im Nokia Technology Center Ulm war ein besonderer Geist spürbar. Moderator Stefan Wunderer sprach von einem Art Robin-Hood-Moment: Viele Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten kämpfen in ihren Unternehmen oft allein gegen Widerstände und Kostendruck. In Ulm aber trafen sie auf Gleichgesinnte, erlebten Gemeinschaft und konnten zeigen, dass sie eben nicht allein kämpfen, sondern sich im ganzen Land Gleichgesinnte mit Engagement und Expertise für dieses Zukunftsthema einsetzen. Genau dieser Zusammenhalt, verbunden mit spannenden Inhalten und reger Diskussion, machte die Premiere des SuSI Summit zu einem vollen Erfolg.

       

       Sehen Sie die Eindrücke vom SuSI Summit 25 im Video:Thumbnail microTEC SW SuSISummit 1280x720

       

      Start mit Signalwirkung

      Eröffnet wurde die Veranstaltung von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die per Videobotschaft die Bedeutung nachhaltiger Innovationen für Baden-Württemberg betonte. Grußworte sprachen Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Dirk Theuerkauf als Standortleiter von Nokia Ulm. Danach übernahm Stefan Wunderer die Moderation und gab der Konferenz eine persönliche Note. Schon der Auftakt mit Julia Christina Hess von Interface setzte ein Signal für Diversität und Substanz: Mit klaren Worten und fachlicher Tiefe machte sie deutlich, welche Rolle Datenanalysen für glaubwürdige Nachhaltigkeitsberichte spielen und machte zugleich die Verantwortung der Unternehmen deutlich.

      Substanz statt Schlagworte

      Die Bandbreite der Themen beeindruckte: von Carbon Footprint und Circular Economy über hochreines Silizium bis hin zu Reinraumoptimierung und Ätzgas-Problematik. Eines war allen Vorträgen gemeinsam: Sie hatten ein sehr hohes fachliches Niveau, boten belegbare Erkenntnisse und vermittelten konkrete Praxisbeispiele.

      Um dieses Niveau zu illustrieren, seien drei Vorträge herausgegriffen:

      • Julia Christina Hess (Interface) eröffnete mit einem Appell für mehr Datentransparenz in Nachhaltigkeitsberichten und zeigte zugleich, wie Analyseinstrumente Unternehmen helfen können.
      • Gerd Batereau-Neumann (Swissbit) präsentierte, wie ein mittelständisches Unternehmen den Product Carbon Footprint methodisch berechnet – ein Vortrag, der exemplarisch für die Tiefe und Praxisnähe der Präsentationen stand.
      • Dr. Wolfgang Nüchter (Bosch) machte anhand zahlreicher Zahlen sichtbar, welche Fortschritte im Bereich Mobility Electronics bereits umgesetzt sind. Dies war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie selbst ein globaler Konzern Substanz statt Greenwashing liefern kann.

      Streitbar und lösungsorientiert

      In den Panels wurde weitergedacht und diskutiert.

      • „Ist nachhaltige Chip-Produktion überhaupt möglich?“ – moderiert von Michael Gutowski von microTEC Südwest, brachte Industrie und Forschung in den Dialog.
      • „Energieeffizienz oder CO2-Footprint – was ist wichtiger?“ – moderiert von Harry Kaib von Nokia, verband Perspektiven aus Industrie und Wissenschaft.

      Die Aufmerksamkeit blieb bis zum Schluss hoch, das Publikum stellte viele Fragen und lieferte wertvolle Impulse.

      Vom Einzelkämpfer zur Bewegung

      Neben den Vorträgen war es die Ausstellung im Foyer, die viele Gespräche anregte. Infineon, Bosch, Swissbit, Wacker Chemie und weitere Unternehmen präsentierten ihre Projekte, und die Stände waren durchgehend gut besucht. Das Netzwerken funktionierte hervorragend. Hier wurde der eingangs beschriebene Robin-Hood-Moment noch einmal spürbar: Fachleute, die in ihren Unternehmen oft um Akzeptanz kämpfen müssen, fanden zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter und konnten Ideen gemeinsam weiterdenken.

      Fazit und Ausblick

      Der erste SuSI Summit war ein voller Erfolg. Die Vielfalt der Sprecherinnen und Sprecher, die starke Resonanz des Publikums, die hohe Qualität aller Vorträge und die intensive Vernetzung machten die Premiere zu einem Meilenstein. Viele Teilnehmende äußerten ausdrücklich den Wunsch nach einer Verstetigung der Veranstaltung.

      Mit dem Begriff „Chiptainability“ wurde zudem ein neuer Anker für den Diskurs gesetzt, den microTEC Südwest und Nokia im Rahmen der Arbeit am Projekt „ChipConnect BW“ weiter etablieren werden.

      „Die Premiere hat gezeigt, dass es den Bedarf für genau dieses Format gibt“, fasste Moderator Stefan Wunderer zusammen. „Jetzt gilt es, die Energie mitzunehmen und den SuSI Summit zu einer festen Größe werden zu lassen.“

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