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    28.05.2019

    Mitgliederinterviews – Herr Prof. Dr. Peter Post (Festo AG & Co. KG)

    • microTEC Südwest: Guten Tag, Herr Prof. Post, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor.

      Prof. Post: Seit 1989 bin ich in verschiedenen Funktionen in der Forschung und Entwicklung bei der Festo AG & Co. KG in Esslingen tätig und leitete über 20 Jahre die konzernweite Anwendungsforschung. Aktuell berate ich als Corporate Technology Advisor das Unternehmen in industrie- und forschungspolitischen Fragestellungen und vertrete Festo in verschiedenen Netzwerken und Clustern der anwendungsnahen Industrieforschung in Baden-Württemberg, in Deutschland (z.B. Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0) und in Europa.

      microTEC Südwest: Wie sind Sie erstmalig mit microTEC Südwest in Berührung gekommen?

      Prof. Post: Seit der allerersten Stunde bin ich im Netzwerk Mikrosystemtechnik dabei – an die Gründungsversammlung in 2005 im Wirtschaftsministerium in Stuttgart kann ich mich noch gut erinnern.

      microTEC Südwest: Könnten Sie nun bitte auch Ihr Unternehmen vorstellen? Was machen Sie, wer sind Ihre Kunden?

      Prof. Post: Festo ist weltweit führend in der Automatisierungstechnik und Weltmarktführer in der technischen Aus- und Weiterbildung. Automatisierungstechnische Komponenten mit integrierten intelligenten Funktionen und die darauf aufbauenden Systeme haben eine große Anwendungsbreite in den verschiedenen Branchen der produzierenden Industrie. So kommen teilweise völlig unterschiedliche Anforderungen zum Beispiel aus der Verpackungsindustrie, der Automobilproduktion, der Elektronikindustrie usw. auf den Tisch, die nur mit interdisziplinären Lösungsansätzen zu bearbeiten sind.  Das Ziel: maximale Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden in der Fabrik- und Prozessautomatisierung.

      microTEC Südwest: Das hört sich alles sehr interessant an. Welche Aktivitäten im microTEC Südwest-Netzwerk sind für Sie besonders wertvoll und warum?

      Prof. Post: Einerseits die Querverbindung zwischen den unterschiedlichen Akteuren im Bereich der Mikrosystemtechnik im Land sowohl von Forschungsseite als auch seitens der Industrie in den unterschiedlichen Anwendungsbranchen. Andererseits die gemeinsame Bearbeitung von Fragestellungen in den einzelnen Fachgruppen. 

      microTEC Südwest: Welche Bedeutung messen Sie unseren Fachgruppen zu?

      Prof. Post: Die Fachgruppen beschäftigen sich im vorwettbewerblichen Bereich mit gemeinsamen Fragestellungen, die die einzelnen Mitglieder für sich allein nur schwer bzw. mit großem Aufwand lösen können. Wertvoll ist für mich, dass es hier gelingt, die Kräfte gemeinsam zu bündeln.

      microTEC Südwest: Was würden Sie sich noch wünschen von microTEC Südwest?

      Prof. Post: microTEC Südwest sollte sich weiterentwickeln in der Formulierung und Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten im Sinne der industriellen Gemeinschaftsforschung. 

      microTEC Südwest: Nun noch ein paar Fragen zu Ihnen als Person, die Sie nicht beantworten müssen, wenn Sie nicht mögen. Wir würden uns freuen, wenn wir und unsere Leser Sie ein wenig besser kennenlernen dürften. Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet/Ihrem Aufgabenspektrum bei der Festo AG & Co.KG?

      Prof. Post: Mich hat die Entwicklung von praktischen Lösungen für hochkomplexe technologische Fragestellungen unter Anwendung ingenieurwissenschaftlicher Kompetenz immer fasziniert und begeistert, wobei die Mikrotechnologie dabei entscheidende Detaillösungen zuliefert. Zudem bin ich davon überzeugt, dass die großen Aufgabenstellungen z.B. im Rahmen der Digitalisierung oder der ökologischen Nachhaltigkeit nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten über die Grenzen der eigenen Organisation hinweg wirkungsvoll bearbeitet werden können. Das Zusammenarbeiten in Netzwerken und Plattformen entwickelt sich dabei als Alleinstellungsmerkmal großer Wirksamkeit – und hier bin ich gerne mit großem Engagement dabei.  

      microTEC Südwest: Wo in Esslingen halten Sie sich am liebsten auf?

      Prof. Post: Soll ich jetzt sagen: im Büro und bei der Arbeit?
      Das auch – aber seit knapp einem Jahr erkunde ich die nähere Umgebung mit meinem eBike und entdecke dabei immer wieder wunderbare Orte, die zu Fuß zu weit und mit dem normalen Rad zu anstrengend zu erreichen sind: Wir leben in einer wunderschönen Gegend!

      microTEC Südwest: Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick in die Zukunft wagen. Was denken Sie, wird sich, sagen wir in 50 Jahren, bemerkenswert geändert haben? Haben Sie einen Vision?

      Prof. Post: Maschinen, Fahrzeuge, Gegenstände des Alltags werden eine eigene Intelligenz  besitzen und können weltweit sekundenschnell Informationen austauschen. Die Digitalisierung steht erst am Anfang. Die digitale Transformation ist eine lokale und globale Umwälzung, die alle unsere Lebensbereiche extrem verändern wird. Aber wir haben die Chance, diese Zukunftswelt aktiv mitzugestalten.

      microTEC Südwest: Welche Zukunftsthemen werden in diesem Jahr Ihrer Meinung nach besonderes Gewicht haben?

      Prof. Post: Hier gäbe es viele zu nennen. Neben der Weiterentwicklung der klassischen Technologien wird es sicher in der Verknüpfung dezentraler Systeme mit künstlicher Intelligenz hervorragende Optimierungspotenziale geben. Hier ist es wichtig, die konkreten Anwendungen sichtbar zu machen, aber auch aufzuzeigen, dass künstliche Intelligenz kein Selbstzweck ist, sondern eines von vielen Werkzeugen zur Problemlösung darstellt.

      microTEC Südwest: Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

      Prof. Post: Das Engagement im Netzwerk microTEC Südwest lohnt sich, weil aus der Diskussion mit anderen Partnern viele neue Perspektiven und Lösungen für die eigene Arbeit gewonnen werden können.

      microTEC Südwest: Herzlichen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben, um unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und viel Erfolg.

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