TEL.: +49 761 386 909-0        |        OFFICE@MICROTEC-SUEDWEST.DE

    • News

       

    22.02.2021

    Mitgliederinterviews – Dr. Thomas Brandstetter (IMTEK Uni Freiburg)

    Im Februar-Interview stand uns Dr. Thomas Brandstetter, Gruppenleiter Biochips udn Bioanalytical Interfaces Laboratory for Chemistiry and Physics of Interfaces CPI Rede und Antwort
    Im Februar-Interview stand uns Dr. Thomas Brandstetter, Gruppenleiter Biochips udn Bioanalytical Interfaces Laboratory for Chemistiry and Physics of Interfaces CPI Rede und Antwort Dr. Thomas Brandstetter, IMTEK
    • microTEC Südwest: Guten Tag, Herr Dr. Brandstetter. Zuerst einmal noch herzlichen Glückwunsch zur Wahl als Fachgruppensprecher In-vitro-Diagnostik. Sind Sie bitte so nett und stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor?

      Dr. Brandstetter: Ich habe Biologie an der Universität Freiburg studiert. Im Jahr 2000 promovierte ich auf dem Gebiet der molekularen Onkologie am Institut für Biologie II und am Universitätsklinikum, Abteilung für Klinische Chemie. Anschließend arbeitete ich als Postdoc an der Erarbeitung von Microarray-Anwendungen für klinische und diagnostische Zwecke in Kooperation mit Life Science Firmen. Im Jahr 2005 wechselte ich in die Gruppe von Prof. Dr. Jürgen Rühe am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg und bin nun seit über 10 Jahren als Gruppenleiter und Senior Scientist in der Forschung und Entwicklung von bioanalytischen Oberflächen auch für POC-Anwendungen tätig.

       

      microTEC Südwest: Wie sind Sie erstmalig mit microTEC Südwest in Berührung gekommen?

      Dr. Brandstetter: Herr Rühe hat davon gesprochen und mich damit vertraut gemacht. Mittlerweile ist Herr Rühe Vorstandsmitglied, wodurch ich immer wieder über Aktivitäten und Inhalte des microTEC-Netzwerkes informiert werde.

       

      microTEC Südwest: Könnten Sie nun bitte auch Ihr Institut vorstellen? Was macht das IMTEK genau und wer sind Ihre Kunden?

      Dr. Brandstetter: Der Lehrstuhl für Chemie und Physik von Grenzflächen (CPI) am IMTEK beschäftigt sich unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Rühe schwerpunktmäßig seit fast 20 Jahren mit Ober- oder Grenzflächeneigenschaften von Materialien und/oder ihrer Modifikation. Dies umfasst insbesondere die genaue Charakterisierung dieser Eigenschaften und die Entwicklung von Methoden zur gezielten Einstellung von Oberflächen hinsichtlich ihrer Biokompatibilität/Assaytauglichkeit, Rauheit und chemischen Zusammensetzung. Zur Durchführung dieser Arbeiten steht am Lehrstuhl modernste Forschungsinfrastruktur zur Verfügung. Eine erfolgreiche Umsetzung der Forschungsergebnisse wird durch intensive Kooperation mit anderen Fachgebieten der Mikrosystemtechnik und durch ein internationales Netzwerk mit Kontakten zu Industrie und Forschungszentren ermöglicht.

       

      microTEC Südwest: Welche Aktivitäten im microTEC Südwest-Netzwerk sind für Sie besonders wertvoll und warum?

      Dr. Brandstetter: Na ja, aktuell sind wir mit dem Aufbau eines Netzwerkes für innovative Point-of-care Technologien beschäftigt, bei dem microTEC als Netzwerkmanager eingesetzt werden soll. Dies bietet uns als IMTEK die Möglichkeit, die Wertschöpfungskette in diesem Feld optimal zu organisieren und nutzen zu können. Insgesamt wird durch die Zusammenarbeit mit microTEC Südwest die Sichtbarkeit und die Öffentlichkeitsarbeit verbessert und die wissenschaftlichen Aktivitäten allgemein besser sichtbar gemacht, sowie Interessenten für unser Forschungsfeld akquiriert.

       

      microTEC Südwest: Welche Bedeutung messen Sie unseren Fachgruppen zu?

      Dr. Brandstetter: Die Fachgruppenschwerpunkte bieten die Plattform zum Themenaustausch und der Evaluierung von Wertschöpfungsketten, der Patentierung, dem Technologietransfer und Förderoptionen.

       

      microTEC Südwest: Was würden Sie sich noch wünschen von microTEC Südwest?

      Dr. Brandstetter: Als Institution sehen wir immer drei Punkte, in denen wir unterstützt werden können. Das ist zum eine die Öffentlichkeitsarbeit, der Technologietransfer und die Ausschöpfung der Wertschöpfungskette. Besonders wünschen wir uns von microTEC-Südwest verstärkt, den Einbezug und Brückenschlag zu unseren Nachbarn in Frankreich und der Schweiz.

       

      microTEC Südwest: Nun noch ein paar Fragen zu Ihnen als Person. Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet/Ihrem Aufgabenspektrum am IMTEK?

      Dr. Brandstetter: Als ich 2005 ans IMTEK gekommen bin, hatte ich als Hintergrund das Biologie-/Biochemie-Studium, durch die Promotion, die molekulare Medizin und durch meine Postdoc-Zeit auch Erfahrung mit Industrie. Das Aufgabengebiet am IMTEK ermöglichte mir zum einen, das Erworbene konsequent fortzusetzen und zum anderen mit den Ingenieurwissenschaften zu erweitern. Dies bietet Forschung und Entwicklung mit sehr viel Abwechslung von der Grundlage bis zum bilateralen Industrieprojekt.

       

      microTEC Südwest: Wo in Freiburg und Umgebung halten Sie sich am liebsten auf?

      Dr. Brandstetter: Ich bin ein Mensch der Schnittmengen hier des urbanen und ländlichen Umfeldes um Freiburg.

       

      microTEC Südwest: Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick in die Zukunft wagen. Was denken Sie, wird sich, sagen wir in 50 Jahren, bemerkenswert geändert haben? Haben Sie eine Vision?

      Dr. Brandstetter: Alle Entwicklungen zur Vereinfachung und Kontrollen könnten sich durchsetzen, sodass die Vision „Smart Health“ sich in 50 Jahren mit allen Konsequenzen durchgesetzt haben dürfte.

       

      microTEC Südwest: Welche Zukunftsthemen werden in diesem Jahr neben Covid-19 Ihrer Meinung nach besonderes Gewicht haben?

      Dr. Brandstetter: Hier ist eigentlich nur ein Thema zu nennen, der ökologische Wandel unserer Gesellschaft, um die Auswirkungen des Klimawandels beherrschbar machen zu können und der ein großes Feld für Forschung und Entwicklung darstellt.

       

      microTEC Südwest: Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

      Dr. Brandstetter: Ich kann hier ein eigennütziges Statement abgeben, indem ich auf unsere Homepage und deren Inhalte verweise, andererseits ist es aber die übergeordnete Erkenntnis, Netzwerke auf den relevanten Gebieten zu pflegen, weil sie einen enormen Benefit mit sich bringen.

       

      microTEC Südwest: Herzlichen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben, um unserer Fragen zu beantworten. Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und viel Erfolg.

    • microTEC Kontakt

      Amandus Bieber
      Marketing

      Tel.: +49 761 386909-14
      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    • Newsletter

      Sie wollen ab sofort unseren monatlichen E-Mail Newsletter erhalten?

      Anmelden 

    • News & Termine veröffentlichen

      Sie haben News, Pressemitteilungen oder Events, die Sie gerne bei uns veröffentlichen würden? Sprechen Sie uns einfach an.