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    28.11.2018

    Resümee Fachtagung Industrie 4.0 und das Internet of Things

    • Digitalisierer aus Baden-Württemberg tauschen sich aus

      Die Fachtagung „Industrie 4.0 und das Internet der Dinge“ in Ostfildern stellte die Umsetzung von Industrie 4.0-Technologien in die Praxis in den Fokus. Eine Vielzahl von Beispielen, wie Industrie 4.0 in der Produktion bereits umgesetzt wurde, wurden vorgestellt: vom industriellen App-Ökosystem (Dr. Arnd Menschig / Carl Zeiss 3D Automation GmbH), Apps, Edge und Microservices (Dipl.-Inf. Wolfgang Clauss / Ondics GmbH) über intelligente Sensoren (Stefan Hornung / Balluff GmbH) bis zu fahrerlosen Transportsystemen (Jana Eiser-Mauthner / Allianz Industrie 4.0) und Streamsheets für IoT-Prozesse (Kristian Raue / Cedalo AG) u.v.m. Ein Vorzeigebespiel dafür, wie sich ein schwäbischer Maschinenbauer zum Digitalunternehmer wandelt, gab Ernst Esslinger von der HOMAG GmbH. Der Bauer von Maschinen und Anlagen für die Holzverarbeitung und Möbelindustrie entwickelt eine IoT-Plattform für die Holzindustrie, an die Maschinen aller Hersteller angebunden werden können. Ein großer Teil des Umsatzes der Firma wird künftig mit Lösungen jenseits des klassischen Maschinenbaus erwirtschaftet werden. Bedingungen, um diese Transformation erfolgreich umzusetzen, sind das Schaffen von Freiräumen für die Mitarbeiter für Innovationen und die Entwicklung neuer Ideen, das Kennenlernen der Kunden und das Einbeziehen von Wettbewerbern als Partner.

      Der digitale Zwilling spielt eine besondere Rolle bei der Flexibilisierung der Fertigung. Eine große Herausforderung ist hier die Nutzbarmachung der Daten in Echtzeit und das Umsetzen der Ergebnisse in die Steuerung der Fertigung, also das Eingreifen in Steuerungsprozesse in Echtzeit. Denn dies erst ermöglicht die gewünschte Flexibilität, da kurzfristige Anpassungen des Fertigungsprozesses möglich werden (Dr.-Ing. Raimund Menges, ASCon Systems GmbH).

      Ein wichtiges, allerdings oft verdrängtes Thema ist die Sicherheit von Daten und Prozessen (Security). So zitiert Frank Eberle von der Pilz GmbH & Co. KG einen Kaspersky-Bericht, nachdem Cyber-Attacken von nur 21% der befragten Unternehmen für wahrscheinlich gehalten werden. Dabei können Cyber-Angriffe bis hin zum Totalausfall von Maschinen und Anlagen und damit zu einem Millionenschaden führen. Gerade im Zuge der Vernetzung der Maschinen untereinander, der Menge an Cloud-Services, mobilen Terminals etc. ist ein Umdenken der Sicherheitsstrategien essentiell. Statt Firewalls, die für Echtzeit-Anwendungen nicht mehr handhabbar sind, sollen in Zukunft mehrschalige Verteidigungsstrategien, die auch in den Komponenten, Geräten und Schnittstellen wirken, etabliert werden. „Security by Design“ ist eine vielversprechende Strategie, bei der die Datensicherheit gleich bei der Architektur eines Systems berücksichtigt und über den kompletten Lebens-Zyklus eines Produktes betrachtet wird. Ein weiterer Ansatz für die Erhöhung der Cyber-Security ist die Verwendung von Blockchain-Lösungen, die von Lumi Boureanu von der compacer GmbH vorgestellt worden. Neben dem Angriff selbst besteht eine der großen Herausforderung bei der Datensicherheit darin, dass der Angriff selbst nicht bemerkt wird. Hier bieten Blockchain-Lösungen Chancen, da durch deren Anwendung jede Datennutzung eine Spur hinterlässt.

      Auch die rechtlichen Aspekte von Industrie 4.0 kamen bei der Tagung zur Sprache. So betonte Dr. Wolf Günther von der Kanzlei Dr. Erben RAe, dass die Änderung der Geschäftsmodelle im Zuge der Digitalisierung auch eine Änderung der Vertragstypen zur Folge hat. Wenn nicht mehr nur Maschinen verkauft werden, sondern die Software mit Teil der Leistung ist; wenn bei der Herstellung von Produkten die Modifikationen von Kunden direkt eingespeist werden; wenn nicht mehr Standardprodukte angeboten werden, sondern Losgröße 1, dann kann dies eine komplexe Mischung von Vertragstypen aus Dienst-, Werks- und Mietverträgen zur Folge haben. Auch Aspekte von Haftungs- und Schadensfällen im Industrie 4.0-Kontext, vor allen Dingen im Hinblick auf autonome Maschinen und Fahrzeuge, wurden erörtert. Hier ist auch an vielen Stellen der Gesetzgeber gefordert.

      Anlass für rege Diskussionen waren auch die Beiträge zum Wandel der Arbeitswelt, zu neuen Ausbildungs- und Weiterbildungsstrategien sowie zu neuen Ansätzen des Führens im Zuge der Digitalisierung der Produktion. Das Fazit dabei war, dass der Mensch zentral bleibt für den Erfolg des digitalen Wandels (Susanne Kunschert / Pilz GmbH & Co. KG).

      Die Referenten und Teilnehmer, die schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg ansässig sind, hatten ausgiebig Zeit und Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen. Auch die Ausstellung (u.a. Balluff GmbH, Cedalo AG) bot optimale Möglichkeiten zum Netzwerken.

      Unser besonderer Dank gilt der Allianz Industrie 4.0, die die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht hat.

      Kontakt

      Dr. Jana Heuer
      Kooperationsmanagerin
      Tel.: + 49 761 386909-35

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