Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg fördert das Projekt „Roboter-Simulacrum“ mit rund einer Million Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Gemeinsam entwickeln das Forschungszentrum Informatik (FZI) Karlsruhe und die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) ein Werkzeug, mit dem Unternehmen den Einsatz von Robotik in ihren Produktions- und Betriebsabläufen realitätsnah testen und bewerten können.
Die Digitalisierung des Mittelstands wird weiter vorangetrieben: Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg unterstützt die Digital Hubs Ostwürttemberg, Rhein-Neckar, Heilbronn-Franken und Schwarzwald-Baar-Heuberg mit insgesamt zwei Millionen Euro.
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg fördert die Forschungseinrichtung Hahn-Schickard mit rund 2,4 Millionen Euro. Ziel des Projekts „Packaging für den innovativen Mittelstand“ ist der Ausbau der technologischen Geräteausstattung, um resiliente Lieferketten im Bereich Electronic Packaging zu stärken und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu modernen Packaging-Technologien zu erleichtern.
Die CRC Clean Room Consulting GmbH setzt ihren Wachstumskurs fort und richtet sich strategisch auf internationale Märkte aus. Mit der Erweiterung des Managementteams, dem Ausbau der deutschen Standorte und der geplanten Eröffnung einer Niederlassung in den USA reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Produktions- und Forschungsinfrastruktur in den Bereichen Halbleiter, Photonik und Life Sciences.
Das Deep-Tech-Startup NeuroVexon aus der Region Stuttgart hat bei der GITEX Europe 2026 in Berlin einen wichtigen Erfolg erzielt: Bei der internationalen „Supernova“ Pitch Competition erreichte das Unternehmen das Finale der Top 10 – als eines von nur zwei deutschen Unternehmen.
Auf der Hauptbühne präsentierte Gründer und CEO Serkan Bicen die Vision des Unternehmens vor einer internationalen Fachjury und einem weltweiten Publikum.
Wie können digitale Technologien und Robotik medizinisches Personal im Klinikalltag unterstützen? Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickelt gemeinsam mit dem Dr. von Haunerschen Kinderspital des LMU Klinikums München ein robotisches Assistenzsystem, das standardisierte Überwachungsaufgaben in der Kindermedizin übernehmen kann.
Der Roboter mit dem Namen „Helga“ befindet sich aktuell im Testbetrieb und unterstützt bei der Betreuung von Kindern mit leichtem Schädel-Hirn-Trauma. Ziel der Entwicklung ist es, medizinisches Personal bei wiederkehrenden Untersuchungen zu entlasten und mehr Zeit für die direkte Betreuung der Patientinnen und Patienten zu schaffen.
Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) startet gemeinsam mit der Universität Stuttgart und dem Universitätsklinikum Freiburg das Projekt QuID-Neuro. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung neuer quantenbasierter Sensorlösungen, die künftig eine präzisere Echtzeitdiagnostik in der Neuroonkologie ermöglichen können.
Mit dem Reformpaket „Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ hat die Bundesregierung 34 Maßnahmen beschlossen, um den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland zu stärken. Im Fokus stehen der Abbau bürokratischer Hürden, schnellere Genehmigungsverfahren und gezielte Investitionen in Zukunftstechnologien.
Mit dem Important Project of Common European Interest (IPCEI) „Advanced Semiconductor Technologies“ (AST) startet eine neue europäische Initiative zur Stärkung der Halbleiterindustrie. Insgesamt 17 EU-Mitgliedstaaten bündeln ihre Aktivitäten, um auf die technologischen und geoökonomischen Herausforderungen im Halbleiterbereich zu reagieren. Deutschland koordiniert das Vorhaben gemeinsam mit den Niederlanden und Frankreich.
Am 30. Juni 2026 wurden im Rahmen der Prenotification zahlreiche Projekte zur Begutachtung eingereicht. Auch Baden-Württemberg ist mit einer Vielzahl namhafter Unternehmen vertreten.
Zum 1. Juli 2026 hat Hahn-Schickard einen wichtigen Schritt in seiner organisatorischen Weiterentwicklung vollzogen: Der operative Geschäftsbetrieb wurde in die neu gegründete Hahn-Schickard gGmbH überführt. Gleichzeitig übernimmt Dr. Karl-Peter Fritz die Geschäftsführung der gemeinnützigen Gesellschaft. Mit der neuen Rechtsform schafft Hahn-Schickard die Grundlage, um den angewandten Forschungsbetrieb auch künftig erfolgreich weiterzuentwickeln und den Technologietransfer weiter zu stärken.
Am 11. Juni 2026 besuchte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. Dabei präsentierte sich Baden-Württemberg als führender Innovations- und Technologiestandort Europas und unterstrich seine starke Rolle in der Luft- und Raumfahrtbranche.
Auf der microTEC Clusterkonferenz 2026 war das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg mit zahlreichen Fachbeiträgen vertreten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts brachten aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Mikrosystemtechnik, Mikroelektronik und intelligente Systeme in das Konferenzprogramm ein und sorgten für spannende Impulse im Austausch zwischen Forschung und Industrie.
Der Vortrag von Simon Gräfner (AP&S), gehalten am 20. Mai 2026 im Rahmen der microTEC Clusterkonferenz, vermittelte einen fundierten Überblick über das „AP&S SimLAB“, das Anfang des Jahres 2025 ins Leben gerufen wurde.
Im Mittelpunkt standen ausgewählte Anwendungsfälle, die mithilfe von numerischen Simulationen analysiert und optimiert werden konnten. Dabei wurden insbesondere Ätzprozesse in Prozessbecken, Gasströmungen innerhalb der gesamten Anlage sowie die Performance einzelner Komponenten betrachtet.
Auf der microTEC Clusterkonferenz lieferte Sascha Blümle, CEO der IALTAG GmbH, bereits spannende Einblicke über den „Einsatz von DECT NR+ in industriellen Umgebungen“. DECT NR+ nutzt das weltweit lizenzfreie 1,9 GHz-Band und erlaubt so den Betrieb von Netzwerken ohne Frequenzplanung oder Spektrumlizenzkosten. Das Frequenzband und die Kanalnutzung ermöglichen darüber hinaus eine robuste und störungsresiliente Kommunikation auch im komplexen industriellen Umfeld.
Julia Mahl
Marketing
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